Veranstaltungen

„Corona Krise: Was tut die VWL?“ Webinarreihe Sommersemester 2020

Als im Sommersemester 2020 plötzlich alle hinter ihre Bildschirme und in Videokonferenzen verbannt und Webinare allgegenwärtig wurden, wollten wir etwas zur Vielfalt der Webinar Landschaft beitragen. Also haben wir eine Webinarreihe unter dem Motto “Corona Krise: Was tut die VWL?” organisiert. Dadurch hatten Studierende die Möglichkeit zu erfahren was ihre Dozierenden und deren wissenschaftliche Mitarbeiter aktuell zum Thema Corona forschen.

Astrid Pape vom Lehrstuhl für empirische Wirtschaftsforschung hielt einen Vortrag zum Thema “Corona und die Gleichstellung” und machte deutlich, dass durch die Corona Krise Frauen unter einer deutlichen Mehrbelastung leiden. Prof. Fritz hat uns in die Thematik des “Global Financial Safety Net” eingeführt und die besonders schwierige Situation in vielen Ländern Lateinamerikas angesprochen. Prof. Spieß hat uns als Bildungsökonomin des DIW die Folgen des Schulausfalls deutlich gemacht, während Prof. Schöb der Frage nachgegangen ist, wie der Sozialstaat nach der Corona Pandemie aussehen wird.

„Der nächste Crash als Chance“
Tagung 7. Februar 2020

Die große Finanzkrise 2007/08 ist nun über 10 Jahre her. Viele Expert*innen schätzen das Risiko für einen weiteren Zusammenbruch des Banken- und Finanzsystems als extrem hoch ein. Da dieses Thema 2019 in der öffentlichen Debatte kaum eine Rolle gespielt hat, haben Mitglieder des Netzwerks Plurale Ökonomik, aber auch der Kriwis, im Februar eine Tagung mit dem Thema “Der nächste Crash als Chance – Szenarien und Reformpotentiale” im Silent Green in Berlin organisiert. Ganz nach dem Motto “Krisen meistert man am Besten, indem man ihnen zuvorkommt” (Walt Whitman Rostow).

Uns erwartete ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm. Die Themen der verschieden Foren reichten von Klimakrise und Green New Deal, über digitale Währungen zu Finanzmarktreformen und die Zukunft des Euros und des Bankensystems.

So war für jeden etwas dabei. Die Podien waren prominent besetzt: Jakob von Weizsäcker (Finanzministerium), Prof. Dorothea Schäfer (DIW), Prof. Emanuel Mönch (Deutsche Bundesbank), Peter Bofinger, Prof. Helge Peukert (Uni Siegen) oder auch Bestseller Autor und “Crashprophet” Marc Friedrich. Eine ausführliche Dokumentation findet man hier.

Neben den spannenden inhaltlichen Themen, war die Tagung auch eine tolle Möglichkeit um Pluralos aus ganz Deutschland kennen zu lernen oder mit den Podiumsteilnehmenden am Buffet oder abends beim Get-Together ins Gespräch zu kommen.

„Wo sind die Ökonominnen?“
Aktionswoche 13.-17. Januar 2020

Läuft man durch den Flur der Garystraße 21 sieht man Bilder der Ehrendoktoren und der Ehrendoktorin des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften. Moment – Ehrendoktorin ohne Plural? Tatsächlich hängt dort nur eine Frau, aber wo sind denn andere Ökonominnen? Seit ihrer modernen Formulierung bei Adam Smith scheint die Wirtschaftswissenschaft in Theorie und Praxis durch die Abwesenheit von Frauen geprägt.Wer und was wurde damit übersehen und wie wirkt sich das bis heute aus? Wie sähe eine VWL aus, in der Frauen eine größere Rolle spielten? Diese Fragen haben wir uns im Januar 2020 gestellt und vom 13. bis 17. Januar eine Aktionswoche zum Thema “Wo sind die Ökonominnen?” organisiert. Während der Aktionswoche wurden in einer Ausstellung beispielhaft Ökonominnen aus drei Jahrhunderten vorgestellt. Vertieft wurde das Thema in einem Vortrag zur feministischen Ökonomik und einer Podiumsdiskussion zur aktuellen Situation von Frauen in der Wirtschaftswissenschaft. Zusätzlich hatten Frauen die Möglichkeit, sich über Förderungsmöglichkeiten am Fachbereich zu informieren.