WiSe 26/27 Paradigmen2026-10-05T18:35:29+02:00

Paradigmen

Wintersemester 26 / 27

In diesem Wintersemester findet wieder unsere Ringvorlesung „Paradigmen und Kontroversen ökonomischer Theorien“ statt. Wie auch in der Vergangenheit erhalten Studierende nach erfolgreicher Klausur 6 ECTS für ihr Bachelorstudium.
Die Vorlesungen werden am Donnerstag von 12 bis 14 Uhr stattfinden, die Übungstermine an Montagen von 14 bis 16 Uhr. Schirmherr der Veranstaltungsreihe ist in diesem Semester Prof. Dr. Dr. Giacomo Corneo.

Die Organisation des gesamten Moduls erfolgt vollständig ehrenamtlich durch eine Gruppe von Bachelor und Master Studierenden. Wieso wir uns für ein derartig zeitintensives Ehrenamt engagieren, erfahrt ihr unter dem Reiter „Über uns“

Termine: Ab dem 12.10.25 finden die Vorlesungen regulär wöchentlich Donnerstag von 12 bis 14 Uhr statt. Die begleitenden Übungen finden Montags von 14 bis 16 Uhr statt. Bei Abweichungen informieren wir im Learn@FU Kurs. Weiter unten findet ihr ein FAQ mit Infos zu Anrechnung etc.

Syllabus & Speaker

0. Kurseinführung – 12.10.
KriWis

Als Auftaktveranstaltung unserer Ringvorlesung werden wir unser Kurskonzept vorstellen, sowie einen allgemeinen Überblick über die Themen und die Hintergründe der Vorträge unseres Kurses geben. In der Einführungsveranstaltung stellen sich außerdem die KriWis vor.

01. Ideengeschichte – 15.10.
Prof. Dr. Beatrice Cherrier

Béatrice Cherrier is a historian of economics, researcher at Centre National de la Recherche Scientifque (French National Research Centre) and associate professor at the École Polytechnique in Paris. Professor Cherriers research has covered such topics as the history of Applied Economics, how the rise of computers and simulation have changed economist’s practices, and Macroeconomic theory and modelling. She has written several papers on institutional arrangements and practices shaping research in economics, including the classification categories of economics journals, the John Bates Clark medal, and challenges to institutional hierarchies in the research community.

02. Plurale Ökonomik und ihre Kritik an der Neoklassik – 22.10.
Dr. Rouven Reinke

Rouven Reinke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Sozioökonomie an der Universität Hamburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört neben der Pluralen Ökonomik auch die Politische Ökonomie und die Wirtschaftssoziologie. Dieses Jahr veröffentlichte er das neue plurale Lehrbuch „Grundfragen der Ökonomie. Plural – Reflexiv – Lebensnah“ mit.

Block 1: Denkschulen

03. (Post) Keynesianische Übung – 02.11.
Prof. Dr. Bedia Sahin

Bedia Sahin ist seit 2,5 Jahren Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in der Auseinandersetzung mit grundsätzlichen volkswirtschaftlichen Fragen von Arbeit und Wert aus keynesianischer Perspektive sowie mit der Saldenmechanik. Darüber hinaus befasst sie sich mit den Bereichen des nachhaltigen Unternehmenssektors. Im Rahmen ihrer akademischen Tätigkeit an der DHBW Mosbach leitet sie den Studiengang BWL-Handel Controlling. In der Vergangenheit war sie Vertretungsprofessorin an der Hochschule Darmstadt und lehrte als Dozentin für Wirtschaftswissenschaften an der Europäischen Akademie der Arbeit in der Uni Frankfurt am Main. Zudem war sie zwischen 2019 und 2025 stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Keynes-Gesellschaft.

04. Schumpeterianische Ökonomik – 05.11.
Prof. Dr. Carsten Dreher

05. Ökologische Ökonomik – 12.11.
tba

06. Decolonizing Economics - 19.11.
tba

07. History of Development Economics - 23.11.
Prof. Dr. Michele Alacevich

08. Marx'sche Ökonomik - 03.12.
Dr. Carla Coburger

Block 2: Zukunft von Ungleichheit

09. Ungleichheit - 07.12.
Prof. Dr. Charlotte Bartels

Charlotte Bartels hat an der Freien Universität Berlin studiert und promoviert. Sie spezialisiert sich auf Einkommens- und Vermögensungleichheit im Lauf der Geschichte und deren Ursachen. Prof. Bartels arbeitete nach ihrer Promotion am DIW und an verschiedenen Universitäten, darunter an der University of California, Berkeley, an der University of New York und Harvard. Im Oktober 2024 wurde sie Professorin für Finanzwissenschaft an der Universität Leipzig. Ihr Ziel ist es eine langfristige und belastbare Datengrundlage zu Einkommens- und Verteilungsfragen zu schaffen, um Empfehlungen für eine effiziente und faire Steuer- und Sozialpolitik mache zu können. In dem Vortrag stellt Charlotte Bartels ihr Forschungsthema "Ungleichheit in Vermögen und Einkommen" vor.

10. Eigentum - 17.12.
tba

11. Kulturelle Hegemonien - 07.01.
Prof. Dr. Thomas Rixen

Thomas Rixen ist Professor für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin mit dem Schwerpunkt Internationale und Vergleichende Politische Ökonomie. Bis 2019 war er Professor an der Universität Bamberg. Zuvor war Prof. Rixen Post-Doc am Wissenschaftszentrum Berlin (2007-2012) sowie Doktorand an der Jacobs University Bremen (2003-2007). Er interessiert sich insbesondere für internationale Steuerpolitik und globale Finanzmarktregulierung.

12. Modern Monetary Theory - 14.01.
Dr. Dirk Ehnts

Dr. Dirk Ehnts promovierte an der Universität Oldenburg zu dem Thema "Foreign Direct Investment, Linkages and Spillovers in a New Economic Geography Framework". Von 2012 bis 2014 war er als Gastprofessor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht und arbeitete dann am Bard College und an der TU Chemnitz. Er ist ein führender deutscher Vertreter der Modern Monetary Theory und organisierte 2019 die erste europäische MMT Konferenz. Neben seinen forschenden Tätigkeiten bringt er durch Veröffentlichungen in Zeitungen sowie politischer Beratungsarbeit das Thema der Geldtheorie immer wieder in den Mittelpunkt der Debatte. Ehnts gehörte zu den ersten, die eine Petition zu Aufgabe der Schuldenbremse unterzeichnete. Sein Vortrag wird in die Kernkonzepte der MMT einführen.

13. Feministische Ökonomie - 21.01.
Prof. Dr. Lisa Haller

Prof. Dr. Lisa Yashodhara Haller forscht und lehrt zur Finanzierung und Organisation sozialer Dienstleistungen in kapitalistischen Wirtschaftssystemen. Im Zentrum ihrer Forschung steht das Verhältnis zwischen privater und öffentlich finanzierter Versorgung sowie dessen Bedeutung für die Herausbildung und Reproduktion gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse. Mit der Verbindung von sozialpolitischer Forschung und Geschlechterforschung prägt sie das Forschungsfeld der feministischen Ökonomik maßgeblich.In ihren empirischen Studien arbeitet Haller die komplexen Wechselwirkungen zwischen kapitalistischer Ökonomie, staatlicher Regulierung und vermeintlich privaten Entscheidungen heraus. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten wurde sie mit dem efas-Nachwuchsförderpreis für herausragende ökonomische Forschung auf dem Gebiet der Geschlechterforschung ausgezeichnet.Haller ist Professorin für Sozialpolitik, Ökonomie sozialer Einrichtungen und sozialer Dienste an der Hochschule Neubrandenburg und Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen. Zu ihren Monografien und herausgegebenen Bänden zählen unter anderem Elternschaft im Kapitalismus – Staatliche Einflussfaktoren auf die Arbeitsteilung junger Eltern, Materializing Feminism – Positionierung zu Staat, Ökonomie und Identität sowie der Band Materialistischer Feminismus – Gegenwartsanalysen zu Geschlecht im Kapitalismus.

14. Digital Degrowth - 28.01.
Dr. Steffen Lange

Steffen Lange arbeitet am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dr. Lange verbindet quantitative und qualitative empirische Forschung mit theoretischen und konzeptionellen Methoden um umweltökonomische Fragestellungen zu bearbeiten. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit dem Zusammenhang von Digitalisierung und Nachhaltigkeit, mit Konzepten für Nachhaltige Ökonomien, sowie transdisziplinären Forschungsmethoden. Vor Kurzem erschien sein Buch „Smart Green World: Making Digitalization Work for Sustainability“ bei Routledge. In seinem Vortrag wird er das Konzept Digital Degrowth vorstellen.

15. Planwirtschaft - 04.02.
Dr. Christoph Sorg

Christoph Sorg ist Einstein Independent Researcher am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschung konzentriert sich auf wirtschaftliche Planung, mit einem breiteren Interesse an sozialer Reproduktion, Finanzialisierung, Digitalisierung sowie sozial-ökologischer Transformation. Gemeinsam mit Jan Groos ist er Mitherausgeber des Sonderhefts „Rethinking Economic Planning“ der Zeitschrift Competition & Change sowie des Sammelbands Creative Construction: Democratic Planning in the 21st Century and Beyond (Bristol University Press). Seine Arbeiten sind unter anderem in New Political Economy, Competition & Change, European Journal of Social Theory, Critical Sociology, Globalizations, Science & Society, Economic and Labour Relations Review, Forschungsjournal soziale Bewegungen, Prokla und Global Political Economy erschienen.

Anmeldung und Ablauf

Die Vorträge werden komplementiert durch eine wöchentliche Übung, in der wir einerseits Raum bieten für Diskussion und Austausch, aber auch durch Input und Gruppenarbeiten erweiternde Inhalte erarbeiten. Kursteilnehmende können durch aktive Mitarbeit die Inhalte mitgestalten. Falls Kursteilnehmende hier besondere Themenwünsche haben, sind wir gerne offen diese, sofern möglich in den Kurs zu integrieren. Schreibt uns dazu einfach an paradigmen@kriwis-berlin.de.

Auch dieses Semester wird es wieder möglich sein als Gaststudierende*r an dem Modul teilzunehmen, unabhängig davon wo ihr studiert. Ihr könnt euch über den obigen Button für den Kurs anmelden, wir lassen euch dann einen Gastzugang zum E-Learning System unserer Uni einrichten. Gleiches gilt, wenn ihr lediglich auf die Materialien zugreifen wollt, dafür ist jedoch vonseiten der FU ein Studierendenstatus nötig. Es gibt keine Teilnahme-/Anwesenheitspflicht oder ähnliches, über rege Beteiligung freuen wir uns aber natürlich. Nach bestandener Prüfung kann euch unser betreuender Professor (Prof. Dr. Giacomo Corneo) einen Leistungs-/Teilnahmeschein ausstellen.

Detaillierte organisatorische Fragen werden wir in einem Video innerhalb der E-Learning-Plattform unserer Uni klären. Um Kontakt mit dem Orga Team aufzunehmen, nutzt einfach folgende Mail-Adresse: paradigmen@kriwis-berlin.de

Weiterhin haben wir ein FAQ zusammengestellt für wiederkehrende Fragen.

FAQ

Wann finden die Vorlesungen/Übungen statt?2026-04-20T12:19:45+02:00

Ab dem 13.04.26 finden die Vorlesungen regulär wöchentlich Dienstags von 14-16 Uhr statt. Begleitende Übungen führen wir den Donnerstags um 12-14 Uhr durch. Bei Abweichungen informieren wir euch im Blackboard Kurs.

Wie kann ich mich für den Kurs anmelden?2023-04-21T10:40:34+02:00

Wenn du am Fachbereich WiWiss der Fu Berlin studierst kannst du dich ganz einfach in der normalen Frist über Campus Management anmelden. Wenn du an einer anderen Universität studierst melde dich bitte über unser Formular an. Dieses findest du auf der Seite für die aktuelle RIngvorlesung verlinkt.

Wie sieht die Prüfung im Modul aus?2021-04-03T23:55:11+02:00

Zum Semesterende schreiben wir eine 120 minütige schriftliche Klausur, die sich aus kleineren offenen Fragen und Multiple Choice Fragen zusammensetzt. In der Klausur können bis zu 120 Punkte erreicht werden. Es ist möglich durch einen freiwilligen Essay, der im Rahmen des Moduls erstellt werden kann, 10 – 15 Zusatzpunkte zu erreichen, die auf die Klausurpunkte addiert werden.

Kann ich mich bei euch einbringen und mithelfen solche Veranstaltungen zu organisieren?2022-05-26T23:47:05+02:00

Nichts hören wir lieber als das 😉 Das Orga Team für das Finanzkrisen Modul steht fest und hier ist es nicht mehr möglich nachträglich mitzuhelfen, allerdings organisieren wir auch nächstes Semester wieder eine Ringvorlesung und neben den Modulen sind wir noch mit einem Haufen anderer Veranstaltungsformate aktiv. Schau dir doch mal den Reiter Mitmachen an und schreib uns ne Mail (info@kriwis-berlin.de). Wir freuen uns auf dich =)

Werden die Veranstaltungen aufgezeichnet?2026-04-20T12:24:31+02:00

Wir versuchen ab diesem Semester die Vorlesungen aufzuzeichnen und wollen diese veröffentlichen. Wir versprechen nicht, dass die Videos vor der Klausur abrufbar sind.

Kann ich als nicht an der FU studierende Person am Kurs teilnehmen?2022-05-26T23:48:25+02:00

Auf jeden Fall! Beachte aber, dass das Modul in diesem Semester in Präsenz stattfindet. Bitte melde dich über unser (noch nicht verlinktes) Anmeldeformular an. Wir schreiben dir dann. Du erhältst dann einen Gastzugang zum E-Learning System unserer Uni und kannst an den wöchentlichen Sessions teilnehmen. Falls du ECTS für das Modul erwerben möchtest musst du die Klausur am Semesterende bestehen, wenn du nicht an der Klausur teilnimmt gilt das automatisch als Abmeldung und es passiert nichts weiter. Gleiches gilt, wenn du lediglich auf die Materialien zugreifen willst. Es gibt keine Teilnahme-/Anwesenheitspflicht oder ähnliches, über rege Beteiligung freuen wir uns natürlich.

Wenn du nicht mehr studierst kann unsere Uni leider keinen Gastzugang zum E-Learning System erstellen, aber selbstverständlich bist du bei den Vorträgen dennoch willkommen als Gast. Melde dich dafür auch über die Mail Paradigmen@kriwis-berlin.de und schreib dazu, dass du keinen Studierendenstatus mehr hast.

Kann ich mir das Modul an meiner Uni anrechnen lassen?2021-09-06T10:10:12+02:00

Wir haben in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den Berliner Unis (HU, HWR, HTW und TU) und der Uni Potsdam gemacht, können aber nie versprechend, dass das Modul an deiner Uni anerkannt wird. Dafür ist das jeweilige Prüfungsbüro deiner Fakultät verantwortlich. Du solltest also am besten vor Kursantritt Kontakt mit deinem Prüfungsamt aufnehmen und die Anerkennung des Moduls klären. Das Modul „Paradigmen und Kontroversen ökonomischer Theorien“ ist offizieller Bestandteil der Studien und Prüfungsordnung am Fachbereich WiWiss der Freien Universität, insofern stehen die Chancen gut, wenn du auf unsere StuPo verweist. Um das Modul anrechnen zu können musst du die Klausur zum Semesterende bestehen, daraufhin wird dir von unserem betreuenden Professor ein Teilnahmeschein mit deiner Note ausgestellt.

Wie kann ich mir den Kurs an meiner Uni anrechnen lassen?2021-04-04T00:01:23+02:00

Leider unterscheidet sich die Anrechnung von Uni zu Uni und Fachbereich zu Fachbereich. Das Zertifikatsprojekt des Netzwerks Plurale Ökonomik hat zu dem Thema einen Leitfaden (#hacking Bologna) erstellt, der in einer Kurz- und einer Langform erhältlich ist. Bei Unklarheiten könnt ihr auch gerne an certificate@plurale-oekonomik.de schreiben.

Wir haben in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den Berliner Unis (HU, HWR, HTW und TU) und der Uni Potsdam gemacht, können aber nie versprechen, dass das Modul an deiner Uni anerkannt wird. Dafür ist das jeweilige Prüfungsbüro deiner Fakultät verantwortlich.

Du solltest also am besten vor Kursantritt Kontakt mit deinem Prüfungsamt aufnehmen und die Anerkennung des Moduls klären. Um das Modul anrechnen zu können musst du die Klausur zum Semesterende bestehen, daraufhin wird dir von unserer betreuenden Professorin oder betreuendem Professor ein Teilnahmeschein mit deiner Note ausgestellt.

Es kann auch erforderlich sein, weitere Dokumente einzureichen, wie beispielsweise die Anerkennung für dieses Modul durch einen Dozierenden deiner Universität oder eine Nebenhörerschaft. Die Nebenhörerschaft sollte vor dem Semesterbeginn beantragt werden. Deswegen ist es gut, sich vor Antritt des Moduls beim Prüfungsamt zu erkundigen. Das Modul „Finanzkrisen und Geldsysteme” und auch das Modul „Paradigmen und Kontroversen ökonomischer Theorien“ sind offizieller Bestandteil der Studien und Prüfungsordnung am Fachbereich WiWiss der Freien Universität, insofern stehen die Chancen gut, wenn du auf unsere Stupo verweist.

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